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Gesamtkosten deutlich senken – oder Priorität Schulraum

An einer gut besuchten Versammlung liessen sich die Mitglieder von soso.elgg von ihren Behördenvertreterinnen und -vertretern über anstehende Abstimmungen und Projekte orientieren; die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Inputs zu liefern, wurde dabei rege benutzt.

Sporthalle und/oder Schulräume?

Im Zentrum der Diskussion standen die bevorstehenden Bauvorhaben: Schulraumerweiterung und Mehrfachturnhalle. Grundsätzlich möchte soso.elgg beide Vorhaben unterstützen können. Aber dafür sind die Gesamtkosten von 20 Millionen noch eindeutig zu hoch! Soso.elgg erwartet deshalb mit Nachdruck, dass bei der Projektierung sowohl der Gemeinderat als auch die Primarschulpflege sehr zurückhaltend vorgehen und vertretbare Abstriche gemacht werden. Das gilt nicht nur für die Sporthalle, sondern auch für die Schulbauten. Für soso.elgg ist es unabdingbar, dass der freie Schulraum in Hofstetten in die Planung miteinbezogen wird. Landauf und -ab, v.a. auch in den Städten, ist es üblich, dass (vorübergehend) Schülertransporte oder der Schulbesuch ausserhalb des eigenen Quartiers vorkommen, wenn sie zumutbar sind. Dass das möglich und sogar wünschbar ist, haben die Kindergärtler aus Hagenbuch, die eine Zeitlang ohne Probleme in Hofstetten unterrichtet wurden, gezeigt.
Gelingt es nicht, die Gesamtsumme der Bauvorhaben zu reduzieren, scheitert das eine oder andere Projekt spätestens bei der Urnenabstimmung über den Baukredit.  soso.elgg würde in diesem Fall die Bedürfnisse der Schule höher gewichten als die der Sportvereine; dies nicht zuletzt deshalb, weil die Primarschülerzahl, zumindest vorläufig, noch steigt und Investitionen in die Bildung prioritär behandelt werden müssen.

Ökologisch geprägtes Entwicklungskonzept Elgg wird begrüsst

Auch sonst ist die Bautätigkeit in Elgg momentan gross; Ende April liegen schon mehr als 40 Baugesuche vor (im ganzen letzten Jahr waren es 70). Der an der nächsten Gemeindeversammlung beantragten personellen Verstärkung auf dem Bauamt ist deshalb aus Sicht von soso.elgg zuzustimmen.
Begrüsst werden auch die Bestrebungen, das Label  «Energiestadt» optimal zu erfüllen – so z.B. die ökologisch verbesserte Strassenbeleuchtung in Dickbuch oder die behördlichen Massnahmen, die Beteiligung am Wärmeverbund für Anschlusswillige zu vereinfachen und innert nützlicher Frist zu ermöglichen. Die entsprechenden, an der nächsten Gemeindeversammlung beantragten Investitionen werden deshalb von soso.elgg unterstützt. Bedauerlich, dass sich die Realisation von energiesparenden Massnahmen im «Äntenschnabel» schwieriger als erhofft erweist.
Neu können Säcke für die Plastikentsorgung auch in Elgg erstanden werden; ein erfreulicher erster Schritt, dem aber bald ein zweiter folgen sollte: Eine Plastikentsorgungsmöglichkeit im eigenen Dorf oder vor der Haustüre!
Um sich noch besser ein Bild davon zu machen, wie die Elgger Bevölkerung die weitere bauliche Entwicklung sieht, wird das vom Gemeinderat entworfene räumliche Entwicklungskonzept an einem öffentlichen Workshop am 6. Juli diskutiert. Auch soso.elgg wird sich daran beteiligen, ebenso wie an der Vernehmlassung zur Revision der Gemeindeordnung. Hauptpunkte sind dabei die Entwicklung von Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen (jetzt 1680 Arbeitsplätze bei 4900 Einwohnern) und die Frage, wo und wie verdichtet werden soll. Denn schon jetzt ist klar: Neue Baulandeinzonungen wird es mittelfristig in Elgg keine mehr geben!
Aufgrund der interessanten Berichte der soso-Behördenmitglieder aus Gemeinderat, den beiden Schulbehörden und der Kommissionen Gesundheit und Technische Betriebe wurde einmal mehr deutlich: Die historisch gewachsenen Gemeindestrukturen bringen nicht nur Vorteile – eine Einheitsgemeinde ist mehr als nur eine wünschbare Zukunftsvision!

 

Vorstand soso.elgg