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Wenig zu reden gaben an der Generalversammlung von „soso.elgg – sachlich – offen – solidarisch“ die statutarischen Traktanden. Sowohl der Jahresbericht von Co-Präsident Urs Wachter als auch die Jahresrechnung und das Budget wurden diskussionslos ge-nehmigt.

Trotz zwei namhaften Solidarbeiträgen an die Überschwemmungsopfer auf den Philippinen und an den Wagerenhof schloss die Rechnung mit einem Überschuss ab. Weil für die Gemeindewahlen, die ja bekanntlich mit vorgedruckten Wahlzetteln stattfin-den, weniger Geld eingesetzt werden muss als angenommen, wurde der ohnehin be-scheidene Mandatsbeitrag für 2014 sistiert. Bei den Vorstandswahlen konnte für die zu-rücktretende Eveline von Ballmoos Judith Schaufelberger gewonnen werden; Marianne Güttinger als Co-Präsidentin und David Rhiner als Beisitzer wurden mit Applaus in ihren Ämtern bestätigt.

Bei den Mitgliedern werden erfreulicherweise zwei Austritte durch zwei Eintritte jüngerer Neumitglieder kompensiert. Weitere an einer sachlichen Lokalpolitik interessierte Elggerinnen und Elgger sind jederzeit herzlich willkommen.

Das Jahresprogramm sieht einen Ausflug an den Hallwylersee und ins dortige Schloss-museum sowie vier Mitgliederversammlungen vor, an denen vor allem über die Geschäfte der Gemeindeversammlungen orientiert und diskutiert werden wird.

Untere Bahnhofstrasse gab zu reden

Auch diesmal gab ein Geschäft der Gemeindeversammlung einiges zu reden – die Vorlage des Strassenbauvorstandes zur neuen Strassengestaltung der unteren Bahnhofstrasse. Nachdem man sich bei der Frage, ob eine Erneuerung der Kanalisation wirklich schon dringlich ist, ganz auf die zuständigen Sachverständigen verlassen muss, war man sich in der Beurteilung der im Zusammenhang damit beantragten strassenbaulichen Arbeiten weniger einig. Stehen die Kosten von rund 500'000 Franken in einem vernünftigen Verhältnis zu den Nutzen? Sicher bieten ein breiteres Trottoir für Fussgänger, Kinderwagen und Schüler mehr Komfort und Schutz. Aber gilt das auch für die Velofahrer auf der dadurch verengten Fahrbahn? Dass motorisierte Verkehrsteilnehmer dadurch weniger schnell fahren können, ist sicher kein Nachteil; aber gilt das auch für allfällige Behinderungen für das Postauto?

Unbestrittene sinnvolle Massnahmen wie etwa das „Durchziehen“ des Trottoirs beim He-cken- und Schulweg könnten bei einer allfälligen Ablehnung des Projekts auch im Zu-sammenhang mit der Einführung von Tempo 30 an der Seegartenstrasse, über die nicht jetzt entschieden wird, ausgeführt werden. Dort, vor dem Primarschulhaus, ist eine solche Zone auf jeden Fall zu begrüssen; sie sollte, im Einklang mit den Anwohnern, in jedem Fall realisiert werden. Ob dazu aber wirklich so viel Geld in die Anpassungen an der unteren Bahnhofstrasse investiert werden soll, blieb an der Versammlung offen.

Ein einmaliger Elgger Grossanlass

Am Schluss kamen auch noch die Historischen Festspiele vom 13.-15. Juni aufs Tapet. Es ist schweizweit ein absolut einmaliger Anlass mit einem vielfältigen, interessanten und spektakulären Programm. Ein historischer Markt, Ritterfestspiele in der Arena mit 2000 gedeckten Sitzplätzen, Comedy und Kindertanztheater mit der Elgger Tanzschule Schnieper versprechen einen Höhepunkt nach dem andern. Daran teilzunehmen – als Zuschauer und als Helfer (!) – ist eigentlich für alle Elggerinnen und Elgger Ehrensache, bzw. unabdingbare Voraussetzung für ein gutes Gelingen!