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Projekte der Elgger Schulen Im Fokus

An ihrer letzten Mitgliederversammlung hat soso.elgg die Ge-schäfte der kommenden Gemeindeversammlung vom 17. Juni unter die Lupe genommen und diskutiert.

Überwiegend gute Rechnungsabschlüsse trotz erneut steigenden Sozialkosten

Erfreulicherweise haben die ref. Kirchgemeinde, die Sekundarschule und die poli-tische Gemeinde positiver, d.h. weniger schlecht als budgetiert abgeschlossen. V.a. bei der politischen Gemeinde kommt der Sparwille deutlich zum Ausdruck, was auch vom soso-Vertreter in der RPK lobend vermerkt wurde. An steigenden Sozialkosten konnte das allerdings nicht viel ändern. Die neue kantonale Stelle der Kinder- und Erwachsenen Schutzbehörde „Kesb“ löst viele Probleme professi-oneller und vielleicht auch besser als die kommunale Sozialbehörde, aber oft et-was losgelöst von den tatsächlichen lokalen Gegebenheiten, und vor allem viel teurer. Die Kosten für die Kleinkinderbetreuungsbeiträge oder eben für die von der Kesb betreuten Fälle haben sich um ein Vielfaches erhöht, ohne dass die Ge-meinde dazu angehört wird, geschweige denn mitbestimmen kann. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass im Kantonsrat verschiedene Vorstösse eingereicht wur-den, hier wieder etwas „zurückzubuchstabieren“. Allerdings sind glücklicherweise auch Ansätze zu erkennen, dass das Expertengremium nach den ersten Erfahrun-gen „sich zögernd und vorsichtig der Realität nähert“ und die Gemeinden, die näher bei den Fällen sind, mit in ihre Entscheidungen einbezieht.

Neuer Versuch im Sonderschulbereich bei der Primarschule

Im Unterschied zu den übrigen Gemeinden hat die Primarschule trotz Steuerfuss-erhöhung mit einem Aufwandüberschuss von 381'000 wesentlich schlechter abge-schnitten als budgetiert. Wesentliche Budgetüberschreitungen im Baubereich und erneut die rasant ansteigenden, kaum beeinflussbaren Sonderschulungskosten haben dazu beigetragen. Letztere etwas besser in den Griff zu bekommen, ist ein Ziel des beantragten Schulprojekts „Schulinsel“. Dabei sollen schwierigere Schüler bei „Störfällen“ für eine kurze Zeit aus den Klassen genommen und einer separa-ten Lehrkraft anvertraut werden. Positiv bewertet an diesem Projekt wurde die Entlastung der Schüler und der Lehrerin der Regelklasse, die sich dann nicht mehr so stark (nur) ein paar Problemschülern widmen muss. Aber auch skeptische Stimmen waren zu hören; das grundsätzliche Problem der vom Kanton vorge-schriebenen Totalintegration aller Schüler wird nämlich damit nicht gelöst. Weil im Moment aber nicht abgeschätzt werden kann, ob das vorgesehene Kostendach von 80'000 Franken jährlich genügt, um den Unterricht in den Regelklassen zu er-leichtern und finanzielle Einsparungen zu erreichen, erachtet es soso.elgg als ab-solut zwingend, dass nach zwei Jahren der Versuch genau analysiert wird und die Gemeindeversammlung nochmals über eine allfällige definitive Einführung be-schliessen kann. Unter diesen Voraussetzungen begrüsst und unterstützt soso.elgg die Anstrengungen der Primarschulpflege, im Bereich Sonderschulungen Verbesse-rungen, bzw. unbedingt nötige Kosteneinsparungen zu erreichen. 
Auch das Kreditbegehren der Sekundarschule (670'000 Fr.) hängt mit den geänder-ten Unterrichtsbedingungen zusammen. Da die Klassen heute viel heterogener sind (z.T. B- und C-Schüler auch in Klassen), wären zusätzlich Gruppenräume für kleine, separate Schülergruppen, eine grosse Hilfe. Der vorgesehene Anbau im Osten des Schulhauses bietet eine relativ kostengünstige, zweckmässige Lösung, hinter der Schulpflege und Lehrerschaft stehen; es wird deshalb von soso.elgg unterstützt.

Dank für engagierte Behördentätigkeit

Zum Schluss der Versammlung verabschiedete die Präsidentin Marianne Güttinger die zurücktretenden Behördemitglieder aus den Reihen von soso.elgg mit einem Präsent und dem besten Dank für ihren z.T. langjährigen Einsatz in den Behör-den. Es sind dies: Margrit Wipf (ref. Kirchgemeinde), Egon Fässler (Sekundar-schulpflege), Philipp von Ah (RPK), Markus Rohner (Sozialbehörde) und Margrit Leibacher (Wahlbüro). In den Dank eingeschlossen sind aber natürlich auch alle Behördemitglieder, die weiter machen oder sich neu für ein Amt zur Verfügung gestellt haben.