rubrik_gemeinde.jpg

Neben den Standardtraktanden eines jeden Vereines an der GV beschäftigten sich die Mitglieder von soso.elgg (sachlich – offen – solidarisch) auch mit dem Äntenschnabel, der Fernwärme und dem bedingungslosen Grundeinkommen.

Jahresbericht, Rechnung 2015, Mandatsbeiträge und Budget 2016 passierten die Abstimmungen ohne Diskussion. Und auch das Jahresprogramm welches nach bewährtem Schema aufgebaut ist und auf der neuen Homepage www.sosopunktelgg.ch jederzeit eingesehen werden kann wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen. Diskutiert und angenommen wurde dann der Antrag des Vorstandes, die Statuten so anzupassen, dass nicht nur das bisher vorgeschriebene Co-Präsidium, sondern auch ein klassisches Einzelpräsidium möglich ist. Damit war der Weg frei für Verabschiedungen und Neuwahlen. David Rhiner tritt als letztes amtierendes Gründungsmitglied aus dem Vorstand aus. Sein überaus erfolgreiches und ideenreiches Gestalten wurde allseits geschätzt. Sein überlegtes Schaffen war unter anderem bei der Planung rund um den Ritschberg, der BZO Revision und beim Umzug der Gemeindeverwaltung ins alte Schulhaus statt in einen Neubau am Ritschberg gefragt. Ebenfalls verabschiedet wurde Hanspeter Spahni als Revisor und Harald Wipf tritt, aus der Verkehrsgruppe der Gemeinde aus. Der Vorstand von soso.elgg setzt sich neu wie folgt zusammen: Judith Schaufelberger (Präsidentin), Bettina Brennwald (Mitglied), Gerhard Schneider (Kassier) und Urs Wachter (Aktuar).

www.sosopunktelgg.ch hat einen neuen Anstrich bekommen. Das Logo von soso.elgg ist nun in grün-orange und anthrazit gehalten und die neu überarbeitete Homepage erscheint nun ebenfalls in diesen Farben. Ein Besuch der Seite lohnt sich auf jeden Fall.

Beim nun zur Abstimmung anstehenden Gestaltungsplan Äntenschnabel galt es einige Aspekte abzuwägen. Generell ist ein verdichtetes Bauen gesellschaftspolitisch erwünscht und wohl auch erforderlich und bezogen auf die Bebauungssituation in Elgg ist sicherlich das Äntenschnabel-Areal das noch in Elgg am besten geeignete Bebauungsareal für eine verdichtete Bebauung. Ebenso scheint es sinnvoll, dass Elgg in einem Areal wachsen soll, das weder als landwirtschaftlich bedeutsame noch als besonders schützenswerte Fläche wahrgenommen wird.

Dem gegenüber steht die Befürchtung, dass das Äntenschnabel-Areal an einen Investor verkauft wird der eintönige Standardbauten gewinnmaximiert erstellen wird, wie man das von dem hinlänglich bekannten mittelländischen Siedlungsbrei schon kennt.

Der Prozess für den Gestaltungsplan läuft nun schon seit einigen Jahren. Der Gemeinderat war seit Beginn mit 2 Personen vertreten und hat sich sehr stark zum Thema engagiert. Für den Gemeinderat scheint klar zu sein, dass der Äntenschnabel nicht mit Einfamilienhäusern überbaut werden kann. Verschiedene Anforderungen, insbesondere Lärmschutzvorschriften machen die Gestaltung schwierig und der Kanton will Geld verdienen. Zudem verlangt die Kulturlandinitiative genau an einem solchen Standort beim Bahnhof verdichtetes Bauen. Auf der anderen Seite gefällt nicht was nach dem Gestaltungsplan gebaut werden könnte. Eine Siedlung wie der Ritschberg oder die „Staumauer“ wird kein 2. Mal gewünscht. Da der Gestaltungsplan nur entweder gut geheissen oder abgelehnt werden kann, fiel den Anwesenden soso.elgg Mitgliedern die Abwägung nicht leicht, letztendlich fasste man Stimmfreigabe zum Gestaltungsplan.

Der Wärmeverbund ist bereit die Hintergasse zu versorgen. 7 Verträge für 9 Liegenschaften liegen bereits bereit. Es darf nun aber nicht mehr länger zugewartet werden, denn in vielen Liegenschaften muss demnächst gehandelt werden. Die Versammlung fasst einstimmig die Ja-Parole zum Ausbau des Wärmeverbundes in der Hintergasse.

Zum Abschluss diskutiert die Versammlung ein aktuelles nationales Thema, nämlich das bedingungslose Grundeinkommen. Dabei gehen die Meinungen wie bei fast allen politischen Gruppierungen weit auseinander. Anliegen des soso.elgg Vorstandes war es über das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens zu informieren und vor allem auch ergebnisoffen zu diskutieren. Leider wurde aber der soso.elgg Vorstand durch die Entscheidung des Bundesrates die Abstimmung zum bedingungslosen Grundeinkommens schon für die Volksabstimmung am 5.Juni 2016 anzuberaumen überrascht. Aufgrund der zeitlichen Nähe zur Volksabstimmung am 5. Juni 2016 empfahl die Versammlung die Informationsveranstaltung nicht zu einem Zeitpunkt durchzuführen, der zu nahe an der Volksabstimmung liegt.