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Am Sonntag 25. September 2016 trafen sich die Mitglieder der soso.elgg zum Jahresausflug 2016 in Winterthur. Da man sich im Bekanntenkreis oft über die entferntesten Reiseziele blendend austauschen kann, aber über die nächste Umgebung oft doch weniger weis als gedacht, entschied sich der Vorstand dieses Jahr für ein Reiseziel in nächster Umgebung. Soso.elgg lud nach Winterthur zu einer Stadtführung mit dem Thema „Gewerbe einst und heute“ ein.


Um 16:00 Uhr traf man sich in Winterthur beim Gewerbemuseum am Kirchplatz 14 zur Führung . Frau Ursula Burkhalter aus Elgg führte die Stadtführung im Auftrag der Winterthur Tourismus durch. Die Freude war auf beiden Seiten gross, dass die Elgger Besuchergruppe durch eine Elggerin mit der Gewerbehistorie von Winterthur vertraut gemacht wurde.

Die Stadtführerin, Frau Ursula Burkhalter, gab zuerst einmal einen kurzen historischen Abriss über Winterthur und dem Beginn der eigentlichen Gewerbeentwicklung in Winterthur, die nach heutiger Ansicht durch die Gewerbefreiheit begründet wurde, die mit den französischen Truppen Napoleons und dem damit verbundenen Rechtsverständnis von Handels- und Gewerbefreiheit in die Schweiz und somit auch nach Winterthur kam. Weiter wurde dann ausgeführt, dass schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts die teilweise ruinösen Auswirkungen einer völligen Handels- und Gewerbefreiheit bemerkbar machten, so dass der Wunsch nach festgefügten Organisationen und Regeln wuchs.

Die Stadtführerin, Frau Ursula Burkhalter, gab zuerst einmal einen kurzen historischen Abriss über Winterthur und dem Beginn der eigentlichen Gewerbeentwicklung in Winterthur, die nach heutiger Ansicht durch die Gewerbefreiheit begründet wurde, die mit den französischen Truppen Napoleons und dem damit verbundenen Rechtsverständnis von Handels- und Gewerbefreiheit in die Schweiz und somit auch nach Winterthur kam. Weiter wurde dann ausgeführt, dass schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts die teilweise ruinösen Auswirkungen einer völligen Handels- und Gewerbefreiheit bemerkbar machten, so dass der Wunsch nach festgefügten Organisationen und Regeln wuchs.

 Den wenigsten Teilnehmern war Winterthurs Rolle in der Textilindustrie im 18. Und 19. Jahrhundert bekannt, so gab es Mitte des 19. Jahrhunderts 32 Baumwollwaren-Handlungen in Winterthur. Die 1851 durch die Brüder Salomon und Johann Geort Volkart gegründete Handelsfirma wird heute in fünfter Generation noch weitergeführt, während viele andere dieser Handelsfirmen niedergingen.

Mit dem Zuzug der Firma Bühler ins Tösstal und der Gründung einer Baumwollspinnerei legte die Firma Bühler den Grundstock zu verschiedensten Unternehmungen, jedoch schon vor der industriellen Baumwollverarbeitung wurde in Heimarbeit Baumwollgarn verarbeitet. So waren alleine in der Steinbergstrasse 8 Familienwebereien angesiedelt.

Natürlich kann man die Entwicklung des Gewerbes von Winterthur nicht abhandeln, ohne den Einfluss und die Entwicklung der Firma Sulzer in Winterthur zu erwähnen. Da es für Sulzer eine eigenständige Führung gibt, beschränkte sich der Vortrag in Sachen Sulzer vor allem auf das Leben und Wirken von Katharina Sulzer.

Neu für die meisten Teilnehmer der Stadtführung waren auch die Informationen über sogenannte Fensterladen-Geschäfte als auch die Information, dass die Steinberggasse in Winterthur ehemals Hintergasse geheissen hat und erst 1904 auf Steinberggasse umbenannt wurde. Ebenso neu wie informativ war es zu erfahren, dass dreizehn einflussreiche Industrielle 1862 eine eigene Bank mit einem Startkapital von fünf Millionen Franken gründeten. So beteiligte sich diese Bank unter anderem 1871 an der SLM Winterthur, 1872 an Hotel Baur au Lac in Zürich und 1875 an der Schweizerischen Unfallversicherungs-Aktiengesellschaft und dem Basler Bankverein.

Das älteste Gewerbe von Winterthur wurde 1468 erstmals als städtisches Frauenhaus erwähnt und soll sich mutmasslich am Graben befunden haben. Interessant war die Information, dass öffentliche Frauenhäuser im Spätmittelalter ausordnungspolitischen Gründen von der Stadt selbst betrieben wurden. Wenn innerhalb der Stadtmauern schon gesündigt wurde, sollte dies kanalisiert und kontrolliert werden – und dass die Stadt dabei noch verdiente, war wurde damals wohl auch nicht verachtet.

Winterthur beantragte 1873 beim Zürcher Kantonsrat die Gründung eines städtischen Technikums mit der Zusicherung, dass die Stadt alle Gebäude und die Hälfte der Jahreskosten übernehmen würde. Dies geschah nachdem 1872 die Abstimmung über ein kantonales Technikum bachab geschickt wurde. Das Technikum nahm seit der Gründung im >Jahre 1874 eine rasante Entwicklung. Im ersten Jahr (1874) gab es 72 Schüler, schon 1894 waren es dann 615 Schüler.
An den Stationen Aspasia, Fateba vorbei ging es dann zum Salzhaus. Dort endete dann die Stadtführung unter Leitung von Frau Ursula Burkhalter.

 Die Teilnehmer des soso.elgg Jahresausflugs wurden noch zum gemütlichen Ausklang in das Restaurant Stricker, in der Strickerstrasse 8 eingeladen. Da der Anlass an einem der letzten warmen Tage stattfand konnte hat man ad hoc den Apéro unter die Bäume in der Gartenwirtschaft verlegt und sich erst zum Ausklang des wirklich sehr gelungenen Jahresausflugs bei einem gemeinsamen Abendessen ins Restaurant selbst begeben.