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Nachdem in einer ersten Abstimmung Elgg schon sehr deutlich seine Zustimmung zur Eingemeindung der Nachbargemeinde Hofstetten ausgedrückt hat, geht es nun – nach Vorliegen des speditiv ausgearbeiteten definitiven Fusionsvertrages – „um die Wurst“.

Wie zu erwarten war, brechen auch bei einem Zusammengehen der beiden Gemeinden finanziell keine goldenen Zeiten an; es liegt nun einmal in der Natur der Sache, dass aus zwei finanzschwachen Gemeinden keine finanzstarke entstehen kann. Aber aufgrund der neuen Lage im kantonalen Finanzausgleich kann Hofstetten nicht mehr länger selbstständig weiter existieren, und da liegt es auf der Hand, dass Elgg sich mit der Nachbargemeinde, mit der schon bisher in verschiedensten Bereichen eng zusammengearbeitet wurde, solidarisch zeigt.

In der neuen Gemeinde wird zwar ein strukturelles Defizit von gut 170'000 Franken erwartet. Nachdem in einer ersten Runde der Kanton sich nur ungenügend daran beteiligen wollte, hat aber der Elgger Gemeindepräsident, zusammen mit seinem Hofstetter Kollegen, dank hartnäckigen und zähen zusätzlichen Verhandlungen erreicht, dass der Kantonsbeitrag doch auf beachtliche  2,35 Millionen erhöht wurde. Davon gehen 350'000 Franken für die Entschuldung Hofstettens und rund 400'000 Franken für die Umsetzung der Fusion ab; aber der verbleibende Ertrag genügt, den Finanzbedarf zumindest mittelfristig, für 8-10 Jahre, zu decken. Wie die weitere Entwicklung aussieht, ist -- mit oder ohne Fusion -- ohnehin nicht absehbar. Immerhin gehen dann Hofstetter Liegenschaften, insbesondere das Gemeindehaus, die einen Ertrag abwerfen können, in den Besitz der neuen Gemeinde über. Auch aus diesen sachlichen Gründen sagt soso.elgg JA zur Vorlage.

Neben den finanziellen Aspekten spricht zudem die Tatsache, dass Elgg durch ein intaktes Erholungsgebiet, inklusive dem Schauenberg, der so noch mehr auch zu „unserem“ Hausberg wird, dafür, dass sich Elgg dem Beitrittsgesuch von Hofstetten, auch im eigenen Interesse, nicht verschliessen sollte.

Über die zu erwartenden Vor- und Nachteile haben die involvierten Behörden, neben den beiden Gemeinderäten auch die Schulpflegen, rechtzeitig und offen orientiert. Besonders die Schulen können aus einem Zusammengehen Synergien schöpfen. Auch wenn die Folgen des Zusammenschlusses, der vielleicht auf der emotionalen Ebene auch mit Verlusten verbunden sein mag, nicht bis ins letzte Detail geklärt sein mögen, möchte sich soso.elgg offen zeigen für Neuerungen und die gemeinsame Zukunft der erweiterten Gemeinde Elgg – mit rund 5000 Einwohnern immer noch überschaubar -- positiv anpacken und empfiehlt auch deshalb ein zweifaches JA zur Fusion Elgg-Hofstetten!