elgg.jpg

An der Mitgliederversammlung von soso.elgg (sachlich – offen – solidarisch) wurde nach einer Orientierung durch Behördenmitglieder über verschiedene laufende Geschäfte und Vorlagen vor allem über Themen debattiert, die in letzter Zeit recht emotional und in oft grundlos aufgeheizter Stimmung diskutiert wurden:

Tempo 30 in Neu-Elgg?

soso.elgg unterstützt den Aufruf der IG für «freiwillig Tempo 30» und fordert auch ihrerseits die Autofahrer auf, nicht wegen ein paar gewonnenen Sekunden die (jetzt noch zulässige) Maximalgeschwindigkeit auszureizen. Es wäre schön, wenn sich auf diesem Wege eine voll befriedigende Situation ergäbe. Ob es dafür wirklich eine offizielle Verkehrsanordnung braucht, kann erst entschieden werden, wenn auch bekannt ist, welche zusätzlichen Massnahmen nötig würden.

Post

soso.elgg bedauert die von der Post beschlossene Aufhebung der Poststelle Elgg sehr, kann sie aber vor dem Hintergrund der massiven Umwälzungen im Postwesen auch zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Oder wann haben Sie zum letzten Mal dort ein Geschäft getätigt, das nicht auch in einer Postagentur möglich wäre? Ultimative, populistische Forderungen an die Post - ohne Rücksicht auf das veränderte Umfeld - sind deshalb fehl am Platz. Eine Entpolitisierung und Versachlichung der Diskussion ist dringend angezeigt.

soso.elgg  begrüsst deshalb ausdrücklich, dass der Gemeinderat mit der Post verhandelt hat und nun auch eine «zweitbeste» Lösung -- zwei Agenturen – vorliegt. Dies für den Fall, dass ein (leider wenig aussichtsreicher) Rekurs der Gemeinde abgelehnt würde. Schlechter fahren z.B. die Nürensdorfer, wo der Gemeinderat wenig oder gar nicht verhandelte und den über 5000 Einwohnern nun nach Ablehnung des Rekurses definitiv nur noch eine einzige Agentur zur Verfügung steht.

Verbesserung bei Zugs- und Busverbindungen

Tatsache werden auf den Fahrplanwechsel im Dezember endlich zwei erfreuliche Verbesserungen, für die sich die Elgger Vertretung in der regionalen Verkehrskonferenz seit Langem eingesetzt hat: Die Weiterführung der S 12 nach Elgg-Wil, womit Zürich, ohne umzusteigen, in einer halben Stunde erreicht werden kann, sowie der Halbstundentakt des Postautos zwischen Städtchen und Bahnhof - dies dank der neuen Postautoverbindung vom Bahnhof via Elgg Dorf nach Hagenbuch.

Bauvorhaben

Zwei private Bauvorhaben, die Projekte Obermühle und Äntenschnabel, haben ebenfalls einigen Staub aufgewirbelt; dabei ist der Gemeinderat aber an die vom Stimmbürger vor längerer Zeit mehrfach beschlossene und bestätigte Bau- und Zonenordnung sowie Gemeindeversammlungsbeschlüsse (Quartierplan) aus jüngerer Zeit gebunden. Er kann und muss nun genau überprüfen, dass all diese Vorgaben auch optimal erfüllt werden. Unter diesen Aspekten ist zu anerkennen, dass die privaten Investoren im Äntenschnabel - auch auf Druck des Gemeinderates bzw. der Baubehörde - nun eine brauchbare, ansprechende Überbauung planen, welche die sinnvollen Kriterien des verdichteten Bauens erfüllt. 

Bedauerlich, dass es in der letzten Amtsperiode nicht gelungen ist, in Sachen neuem Pumpwerk im See eine einvernehmliche Lösung mit den Grundeigentümern zu finden; hier kommen langwierige Auseinandersetzungen auf den neuen Gemeinderat zu.

Erfreulich ist die Umgestaltung des Kindergartens Rebweg realisiert worden – mit einer Solaranlage und unter Einhaltung des bewilligten Kreditrahmens.

Budget 2019

Nach einer längeren Zeit mit relativ hohen Steuerfuss besteht auf Grund der soliden Finanzlage dank der politischen und der Sekundarschulgemeinde erstmals wieder die Möglichkeit einer Senkung des Gesamtsteuerfusses. Je nach weiteren Beschlüssen der Stimmbürgerschaft (Erweiterungsbauten Primarschule, Dreifachturnhalle) ist es allerdings denkbar, dass eine solche Senkung nach einigen Jahren allenfalls wieder korrigiert werden muss. Damit aber nicht hohe Summen in die Projektierung von später doch nicht realisierbaren Bauten gesteckt werden, plant der Gemeinderat zuerst eine Grundsatzabstimmung über die erwähnten Bauvorhaben, um festzustellen, was die Bevölkerung wirklich wünscht; soso.elgg begrüsst dieses pragmatische Vorgehen sehr.

Kantonratswahlen 2019

Zum Schluss der von Judith Schaufelberger geleiteten Versammlung gab Gemeindepräsident Christoph Ziegler bekannt, dass er im Frühling erneut für den Kantonsrat kandidieren werde (Liste glp), um sich weiterhin für die Belange des oberen Eulachtals in Zürich einsetzen zu können. Christoph Ziegler erhielt bei den bisherigen Kantonsratswahlen immer auch Unterstützung von soso.elgg, womit er auch dieses Jahr wieder rechnen kann.

 

Vorstand soso.elgg