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soso.elgg diskutiert Gemeindebudgets und Bahnhofinfrastruktur

Der erste Teil der soso-Mitgliederversammlung war dem Problem „Elektrosmog“ und den Diskussionen über Antennen in Nähe der Siedlungsgebiete gewidmet, bevor im zweiten Teil die Geschäfte der kommenden Gemeindeversammlung besprochen wurden.

Markus Lauener, Wängi, Präsident des Dachverbandes Elektrosmog, orientierte über die Gefahren, die von Handys, Hochspannungsleitungen, Antennen, WLAN usw. ausgehen und denen wir uns nie ganz entziehen können. Die dadurch verursachten Folgen gehen v.a. für „elektrosensible“ Personen von Schlafstörungen bis zu häufigeren Krebserkrankungen Die offiziellen Grenzwerte seien für ihn zu niedrig; grifferige Schutzmassnahmen würden daran scheitern, dass zu viele Interessenvertreter der Mobilfunkbetreiber bei deren Festlegung mitwirkten.

Die interessanten, aber auch provokativen Aussagen führten zu zahlreichen Fragen; in der Diskussion wurden die Thesen des Referenten aber auch angezweifelt und mit Gegenargumenten teilweise entkräftet oder relativiert. Das Thema bot jedenfalls einiges an Gesprächsstoff, und manch einer wird nun der ständigen, anscheinend unbremsbaren Ausweitung der Elektrostrahlung bewusster und kritischer gegenüber stehen.

Ausgeglichenes Gesamtbudget

An den Gemeindeversammlungen im Dezember werden Gemeinderat und die beiden Schulpflegen Budgets vorlegen, mit denen – trotz geringer interner Verschiebungen – der Gesamtsteuerfuss stabil gehalten werden kann – eine Steuerfusspolitik, die bei den soso-Mitgliedern Zustimmung fand. Mit wenig Begeisterung nahm man zur Kenntnis, dass v.a. die Sozialausgaben weiter steigen – z.T. wegen mehr Anspruchsberechtigten, z.T. aber auch infolge Kompetenzverschiebungen zum Kanton hin, welche die Gemeinde nicht beeinflussen kann. Dass die Sanierung des Wärmeverbundes teurer zu stehen kommt als es die Fachleute seinerzeit vorrechneten, ist eine weitere wenig erfreuliche Tatsache, die auch durch den „Rüschliker-Effekt“ (zusätzlicher Finanzausgleich „dank“ Glencore...) nur teilweise kompensiert werden kann.

Die Kompetenzverschiebung in der Gebührenfestsetzung von den Werken zum Gemeinderat führte zu einer längeren Diskussion. Einig war man sich, dass Gebühren bei Bedarf rechtzeitig erhöht werden müssen. Der Antrag aus der Versammlung, die Kompetenz dafür weiterhin bei den Werken zu belassen wurde aber klar abgelehnt. Soso.elgg wird also an der Gemeindeversammlung die beantragten Reglementsänderungen unterstützen.

Mit Befriediung nahm man Kenntnis von der Abrechnung der Singsaalrenovation im Primarschulhaus (30'000 Franken günstiger) und von der „Punktlandung“ bei der Sanierung der Spielwiese beim Sekundarschulhaus. Auch der beantragten ökologischen Dach- und Fassadenrenovation erwuchs keinerlei Opposition.

Infrastruktur am Elgger Bahnhof verbessern

In mehreren Eingaben an den zuständigen Gemeinderat hat soso.elgg im laufenden Jahr auf die unbefriedigende Situation bei der Postautohaltestelle am Bahnhof hingewiesen und Vorschläge zur Verbesserung präsentiert. Nach anfänglichem Vertrösten auf die von der SBB geplante Gesamtrenovation 2016 nimmt soso.elgg nun mit Befriedigung zur Kenntnis, dass der Bahnhofplatz möglicherweise schon nächstes Jahr saniert werden soll. Für den Fall, dass das noch nicht realisiert werden kann, hat der Gemeinderat vorsorglicherweise im Budget 15'000 Franken für die Postautohaltestelle eingestellt, was laut den Berechungen und Planskizzen eines soso-Mitglieds für die Behebung der Mängel beim Ein- und Aussteigen reichen sollte.

In einer weiteren, mit Fotos dokumentierten Eingabe hat soso.elgg auf die bedenklichen Mängel bei der Treppe von der Brücke aufs Perron hingewiesen. Als Sofortmassnahme wird die diese nun vorerst genau überwacht und im Winter „salzarm“ behandelt, bevor sie gründlich saniert werden kann. Möglicherweise ist ein Neubau nötig. Absolut ausser jeder Diskussion steht für soso.elgg ein Abbruch ohne entsprechenden Ersatz. Die Treppe ist ein wichtiges Element für einen attraktiven öffentlichen Verkehr, für den soso.elgg einsteht. Wenn sie nur von 5 Personen pro Zug benützt wird – in den Spitzenzeiten ist es ein Vielfaches davon – profitieren pro Tag mindestens 400 Personen von diesem Zugang zum Perron. Ein Abbruch wäre ein Schildbürgerstreich erster Güte, gegen den sich soso.elgg mit aller Konsequenz wehren würde.

Ein weiterer Wunsch, eine Fahrplanverdichtung beim Postauto über Mittag, geht vorläufig wegen der Opposition aus dem Girenbad wohl nicht in Erfüllung.